Meier, Müller, Schmidt II
 DV, 5 min
2005

Darsteller:
Katharina Schubert

Produktion:
Schattenfeld Filmproduktion

Kamera, Regie:
Benjamin Heisenberg

Text:
Claus Vogel

Beschreibung:
Blick in ein großbürgerliches Wohnzimmer. Eine Dame in elegantem Kleid spricht über ihr Leben. Wie in bestimmten Reportagen im Fernsehen ist ihr Gesicht mit einer unscharfen Maske unkennlich gemacht und ihre Stimme durch einen Filter verzerrt. Obwohl sie jung wirkt, zeugt ihre Erzählung von einem langen dramatischen Leben. Es entsteht eine unheimliche Unstimmigkeit zwischen Erzählung und Person.

Ausstellungen:
"Favoriten", Lenbachhaus Kunstbau, 2005


Mein Mann ist immer ohne Geld fort. Der hat nie ein Geld dabeigehabt. Und ich kann nicht ohne Geld sein. Wenn Ich nicht da drin eines habe und in meinem Portemonnaie und auf der Bank noch zwei Euro fünfzig, dann bin ich todunglücklich.

Ich bin oft auf dem Balkon. Ich dürfte ja gar nicht so raus, aber ich geh trotzdem. Ich denke mir, die sehen es ja nicht, meine Kinder, dass ich da rausgehe; dass ich etwas mache, was ich will.

Schauen Sie, ich bin schon uralt geworden, und andere.

Ich falle höchstens mal tot um. Das möchte ich. Nie mehr, wie die Frau Wank jetzt wieder, in ein Altenheim und dann nicht mehr richtig im KopfÉ Furchtbar. Ich glaube, ich täte mir dann da die Adern aufschneiden, dass ich verbluten täte, bis jemand käme.

Geben Sie da auch was drauf?... Ich auch. Ich bin ja Widder, ich habe ja Hörnchen.