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Darsteller:
(rechts nach links)
Alexander Beck
Leonard Heinrich
Max Henkensiefken
& ein Freund
Konzept und Ausführung:
Benjamin Heisenberg
Studioleitung:
Herr Heinzelmann (HFF/M)
Videospieler:
Christoph Hochhäusler
Aufnahmeleitung:
Alexandra Meierhans
Hergestellt mit Unterstützung der Hochschule für Fernsehen und
Film München
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Beschreibung:
Nacheinander sind vier Kinder zu sehen. In
klassischer Portraitausleuchtung erscheinen sie riesenhaft vor schwarzem
Hintergrund. Mit starr auf uns gerichtetem Blick geben sie Anweisungen
für ein Spiel, daß wir nicht sehen, in dem wir selbst die Figuren
zu sein scheinen: .. An denen gehst du einfach vorbei, die sind
nicht so schnell", sagt einer und plötzlich schreit er auf:
Nein!" und kurz darauf ganz lapidar: Runtergefallen -
tot" und dabei grinst er. Der Andere befiehlt. Spring in das
Fass! Spring doch rein! ... Los! ... Jetzt sammelst du alle Granaten auf,
ja, die komischen Äpfel da, die sehen aus wie Äpfel, sind aber
Granaten... Auf die Palme!... Ja, jetzt hast du's geschafft!" In
der uns unsichtbaren Welt, die für die Kinder alles zu sein scheint
sind sie gleichermaßen belehrend, wie fürsorglich und versuchen
uns zu schützen: Stop, die explodiert gleich!, wirf sie weg!
Wirf sie weg!" Dann erleichtert: Puh! Glück gehabt!"
Ihre "neue"
Welt verstehen wir nicht. Der Bombenkönig muß erledigt werden,
ein Fragezeichen kann nur durch ein Ausrufezeichen geöffnet werden,
zum Herz müssen wir nicht mehr gehen - wir haben genug Power. Dafür
verstehen wir aber die Charaktere der Kinder, ihre Konzentration, ihre
Fürsorge, ihr Verständnis für uns Nichtwissende. Und wir
nehmen die Trennung war, die durch das Nichtwissen entsteht. Wie ein unbedingter
Glaube hält sie diese Welt gefangen und ihr einziges Ziel scheint
zu sein, uns in dieser Welt lebensfähig zu machen, sie uns zu erklären.
Einer Welt, die wir nicht sehen, die wir nicht mit ihnen Teilen können,
deren Regeln in unserer Realität nicht gelten.
Das Video "Der
Bombenkönig" ist eine phenomenologische Betrachtung, ein fremder
Blick, auf eine ungreifbare Welt, die von uns Besitz ergreift. Eine Gebrauchs-anweisungen
für eine virtuelle Zukunft.
Herstellung:
Die Kinder wurden im Studio vor einen sog. Teleprompter gesetzt (wird
auch für Nachrichtensprecher verwendet, die im Teleprompter ihren
Text direkt vor der Kamera sehen). Der Teleprompter besteht aus einer
gekippten einseitig durchsichtigen, anderseitig spiegelnden Glasplatte,
die vor der Kameralinse angebracht wird. In der Glasplatte spiegelt sich
ein Monitor, der, mit dem Bildschirm nach oben gerichtet, unter der Kamera
hängt. Somit sieht der Aufgenommene vor der Linse das Bild des Monitors.
Den Kindern wurden in diesem Monitor Computerspiele gezeigt, die ein unerfahrener
Spieler in einem anderen Raum spielte. Die Kinder wurden aufgefordert
den Spieler durch das Spiel zu führen. Der Spieler konnte die Anweisungen
der Kinder hören und seinen Fähigkeiten entsprechend darauf
reagieren. Durch den Teleprompter war der Blick und die Konzentration
der Kinder immer direkt in die Kameralinse und somit auf den Zuschauer
gerichtet.
Projektion:
Das Video wird per Beamer projiziert. Die Kanten des Projektionsbildes
werden vor dem Beamer abgekascht, so daß das Bild weich in die Projektionsfläche
übergeht. Die Figuren stehen so wie Erscheinungen, ohne technische
Begrenzungslinie auf dem Hintergrund.
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Ausstellungen:
"Multiple Choice", BBK München 2000
"Kunstforum München, Nacht der Museen und Galerien", München
2000
"Ausstellung der Nominierten,
Förderpreis für Bildende Kunst der
Stadt München", 2001
Förderpreis
für Bildende Kunst der Stadt Müchen
"Intermedium
2" Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe, 2002
Kongress:
"Playtime! Play, Gaming and Sports", ICA, London
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